Über Bikepunkproductions




Bikepunk Productions wurde 2012 gegründet, um den Dokumentarfilm "Sounds Queer" zu produzieren. Seitdem fasst es als Label das künstlerische Arbeiten von Dan Dansen unter einem Begriff zusammen


Dan Dansen lebt und arbeitet freischaffend als Filmemacher*in und Fotograf*in in Berlin. Dan hat Kulturwissenschaft und Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. 2019 schließt Dan zusätzlich das Studium „Kunst und Medien“ an der Universität der Künste Berlin mit dem Schwerpunkt auf Film ab.
Als nicht-binäre Trans*-Person verwendet Dan Dansen aus Ermangelung eines genderneutralen Pronomens im Deutschen kein Pronomen oder einfach: Dan.

Dans künstlerische Arbeit zeichnet das analytische und emotionale Ausloten von Themen aus. Dans Herangehensweise experimentiert mit unterschiedlichen Stilen und Genres, um die jeweils passende Form für eine Thematik zu finden. Dabei geht es Dan um die Herstellung von Intimität, die Dan im künstlerischen Arbeiten in gesellschaftliche Kontexte einbettet. Dadurch zeichnet Dan das Singuläre als Teil eines Großen Ganzen. Dans Arbeiten beschäftigen sich mit queeren Themen, der Analyse und Kritik von gesellschaftlichen Verhältnissen, sowie der Frage, wie wir unser Leben gestalten wollen – der Frage nach Utopie. Es geht Dan immer auch um die Erforschung, wie ein solidarisches, gemeinschaftliches Leben jenseits des Kapitalismus möglich ist.

Ursprünglich dokumentarisch arbeitend, hat Dan in den letzten Jahren auch ein starkes Interesse an fiktionalen Stoffen entwickelt. Dan hat unterschiedliche filmische Projekte realisiert: Der dokumentarischer Essaykurzfilm „Prinzessin des Alltags“ ist ein filmischer Liebesbrief an Dans ehemaligen Partner, mit dem Dan als nicht-binäre queere Trans*-Person in einer schwulen Beziehung gelebt hat. Der Film erteilt eine Absage an die heteronormativen Konventionen, die Trans*-Körper exotisieren, indem er sich weigert, die erzählende Trans*-Person zu zeigen. »Prinzessin des Alltags« wurde u.a. in Deutschland, Frankreich, Italien, England, den USA, Kanada, Argentinien, Südkorea und Japan gezeigt.

Dans fotografische Doppel-Arbeit “Matalascañas – Finankrise Revisited” (Installation aus 110x75 cm Fotografie, Stellwänden und Tablet Präsentation) und "Brutalismus - Filmstills from Horror Movies" ( Installation aus 110x75 cm Fotografie, Stellwänden und Tablet Präsentation) beschäftigt sich mit Architektur als dystopischen Ausdrucks von kapitalistischen Krisen und waren 2016/17 Teil der Gruppenausstellung “SEEN BY #9: Oh so solid, all that air“ im Museum für Fotografie Berlin.
Dans aktuellste fotografische Arbeit »Genderbashing« portraitiert Personen, die sich als Frauen, Lesben, Trans* oder Agender verstehen und die Kampfsport oder Selbstverteidigung trainieren. Die Serie wurde für den Förderpreis Junge Kunst 2019 vom Kunstverein Centre Bagatelle/den kommunalen Galerien des Bezirks Reinickendorf nominiert und in der Rathausgalerie Reinickendorf Berlin ausgestellt.