KRISE IST IMMER

Fiktionaler Langfilm, 61 min
Buch (mit Uta Hörmeyer), Montage und Regie: Dan Dansen

Mit Lea Ostrovskiy, Mariann Yar, Dieter Rita Scholl, Astarte Posch


»Krise ist immer« erzählt die Politisierung einer jungen Frau. Inmitten von (Anti-)Feminismus, Rechtspopulismus und Prekarität entsteht eine zärtliche Erzählung von Solidarität und Freundschaft zwischen der jungen Laura, ihrer besten Freundin Aylin und der Mitte 60-jährigen nicht-binären Trans-Person Tamara.

Laura, Anfang 20, sucht ihren Platz im Leben. Sie arbeitet in einem Hotel als Reinigungskraft – prekär beschäftigt, mit Schulden, ohne Ausbildung. Laura ist in der Krise. Doch gibt es einen Lichtblick: Sie will mit ihrer Beziehung Franziska zusammen ziehen. Franziska ist in der neuen Rechtsaussen-Partei engagiert und Laura fängt an, sich für Politik zu interessieren.
Mit ihrer besten Freundin Aylin, die in der Küche des Hotels arbeitet, ist Laura durch die zärtliche Solidarität der Arbeiter*innen-Klasse verbunden. Als Aylin herausfindet, dass Lauras Beziehung Franziska bei der Rechtsaussen-Partei engagiert ist, steht Lauras einzige Freundschaft auf dem Spiel. Erst die zufällige Begegnung mit der Mitte 60-jährige Trans*-Aktivistin Tamara eröffnet ihr eine neue Perspektive.

In langen, beobachtenden Einstellungen kommt »Krise ist immer« der Protagonistin näher und taucht mit Laura in ihre Klang-Welt ein. Im Dialog von Klangexperimenten und Bild entsteht ein aktuelles Gesellschaftsportrait, das die Solidarität der Freundschaft gegen den neoliberalen Kapitalismus in Anschlag bringt.