Genderbashing

Digitale Fotografien, 2017 - ongoing
Digitaldrucke 100x150 cm

Das Projekt „Genderbashing“ portraitiert Personen, die sich als Frauen, Lesben, Trans*, Inter* oder Agender verstehen und die Kampfsport oder Selbstverteidigung trainieren. Vor allem medial wird häufig ein Bild (re)produziert, in dem diese Personen körperlichen und verbalen Angriffen hilflos ausgeliefert sind. Diesem Bild werden die Portraits der Serie „Genderbashing“ gegenüber gestellt: Von jeder Person entstehen zwei Portraits: Ein Kampfsport/Selbstverteidigungs-Portrait und ein Alltags-Portrait. Das Kampfsport-Portrait ist ästhetisch stilisiert und zeigt die Personen im jeweiligen Trainingsoutfit. Diese Fotos werden im Studio mit schwarzem Hintergrund und hartem Licht aufgenommen und greifen damit eine Ästhetik auf, die häufig Cis-Männern vorbehalten ist (cis = Personen, die in dem Geschlecht leben, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde). In diesem Aneignungsprozess entsteht eine Verschiebung der Wahrnehmung, die produktiv genutzt wird, um ein Bild des beschriebenen Personenkreises zu zeigen, das sich jenseits der Rollenklischees bewegt.
Diese Portraits kontrastieren mit Alltags-Portraits, die an einem Ort aufgenommen werden, den die Portraitierten selbst bestimmen. Die Gegenüberstellung soll dazu anregen, das jeweilige Bild, das wir uns von Personen im Alltag machen infrage zu stellen.
Einen inhaltlichen Rahmen erhalten die Portraits durch einen kleinen Interview-Teil, in dem die Personen von sich selbst erzählen können.



TERMINE



August 2019

Berlin
22.08.2019
FÖRDERPREIS JUNGE KUNST 2019
20:00 Uhr Ausstellungseröffnung
Ausstellung der Serie "Genderbashing"
Gruppenausstellung in der Rathaus-Galerie Reinickendorf, Eichborndamm 215, Berlin
Ausstellung vom 23.08.2019 bis 17.01.2020